Unser Abendritual - mit einem Jahr

Rituale sind so wichtig, nicht nur für Kinder, auch wir Erwachsene fühlen uns durch Rituale in unserem Familienzusammenhalt gestärkt. Den Kleinen geben Rituale Sicherheit und Geborgenheit. Kinder begegnen täglich so vielen Eindrücken und lernen kontinuierlich neue Dinge. Da ist es abends wichtig eine ruhige, liebevolle und sichere Umgebung zu schaffen.


Quality Time

Vor dem Kochen nehmen wir uns Zeit für unseren Sohn um gemeinsam etwas zu spielen oder einfach etwas herumzualbern. So hat er noch einmal unsere volle Aufmerksamkeit bevor wir in den Abend starten. In unserem schnelllebigem Alltag ist es einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Ich nutze diese Zeit gerne um mein Kind einfach mal zu beobachten. Welche Dinge lernt er gerade? Welche Spielsachen findet er besonders interessant?



Das gemeinsame Essen

Beim Kochen hören wir ruhige Musik oder Kindermusik. Der Kleine spielt auf dem Boden, da wir unseren Learning Tower noch nicht zusammengebaut haben. Ich habe aber schon früh versucht meinen Sohn mit einzubeziehen indem ich ihm verschiedene Lebensmittel oder Küchenutensilien anschauen und erfahren lasse, während ich koche.


Beim Essen lassen wir, wie wahrscheinlich die meisten Familien, den Tag Revue passieren. Das tun wir unter anderem indem wir uns darauf fokussieren für was wir heute dankbar sind und was die schönen Erlebnisse des Tages waren. Das heißt nicht, dass wir nicht über Probleme sprechen aber ich finde es wichtig am Tagesende einmal die kleinen Wunder und schönen Momente ins Rampenlicht zu stellen. Egal was während des Tages schief gelaufen ist, diese tollen Momente gibt es immer und ich glaube, dass man mit Dankbarkeit den Grundstein für ein glückseliges Leben legt und das möchte ich meinem Sohn unbedingt mitgeben.


Wellness

Jaaaa...der kleine Prinz bekommt abends noch ein Wellness Treatment. Wir haben die Babymassage beibehalten, allerdings beschränkt es sich jetzt meistens auf Beinchen und Füße, was mein Sohn immer noch sehr genießt und sich dabei entspannt. Beim Zähneputzen singen wir dann immer unser Zahnschrubbelied.


Jetzt gehts ins Bett...

Wenn wir bei Opa sind, haben wir uns angewöhnt eine "Bettchenpolonaise" zu machen. Söhnchen wird ins Bett getragen und alle anderen tanzen hinterher und singen und klatschen die Polonaise. Ich gebe zu es hört sich sehr albern an aber mein Sohn hat immer einen Riesenspaß und irgendwie tut es auch Erwachsenen gut mal albern zu sein.


Bei uns legt sich immer jemand mit hin und begleitet unseren Sohn in den Schlaf. Wir schlafen im Familienbett und genießen die Nähe. Ich weiß, dass es oft ein umstrittenes Thema ist, in puncto irgendwann im eigenen Bett allein einzuschlafen, aber ganz ehrlich...das lassen wir einfach auf uns zukommen.


Was das Einschlaf-Ritual betrifft, haben wir alle einen unterschiedlichen Stil. Da kommt es darauf an, wer die Einschlafbegleitung übernimmt. Opa denkt sich gerne Geschichten und Märchen aus und es wird im Bett noch eine Höhle gebaut...ich lese eine Gute-Nacht- Geschichte und singe ein Lied...und Papa liest auf Englisch.


Ideen zu Abendritualen mit Kindern gibt es viele und ich denke, dass sich unseres im Laufe der Zeit verändern und mitwachsen wird. Dazu wird es sicherlich noch einen Artikel geben. Ich würde es spannend finden, welche Abendrituale ihr mit euren Kindern oder vielleicht auch für euch selbst macht. Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.


Namasté.

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Viele der Lieder, die wir regelmäßig singen, haben wir aus dem Buch "Sing und spiel mit mir". In dem Buch findet ihr Spielideen, Reime und Anregungen für gemeinsame Rituale. Die Lieder sind eine tolle Abwechslung zur typischen Spotify Kinderlieder Playlist. Einige haben wir in unseren Alltag eingebaut, wie z.B. das Guten-Morgen-Lied und das Zahnschrubbelied.


Unsere liebsten Gute-Nacht-Bücher findet ihr hier.

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