Tipps für deine Wellness - Morgenroutine

Wir Mamas kennen das...wenn die Kids wach werden, wird es stressig, denn morgens gibt es eine Menge zu tun und das meistens unter Zeitdruck. Wenn mein Tag so beginnt, fühle ich mich oft auch den restlichen Tag gestresst und unerwartete Ereignisse, die plötzlich einfach präsent sind, bringen mich schnell aus der Ruhe. Außerdem überwältigt mich abends das Gefühl nichts geschafft zu haben, weil ich den ganzen Tag damit beschäftigt war auf Dinge zu reagieren und keine Zeit hatte mich pro-aktiv mit Dingen zu beschäftigen, die mich wachsen lassen. Also stehe ich noch „vor den Hühnern“ auf und genieße die Morgenstunden allein und in voller Ruhe. In diesem Blogartikel gebe ich dir Anregungen warum auch dich eine achtsame Morgenroutine im Alltag glücklich macht und wie ich die Morgenstunden gestalte.


Warum das Ganze? Warum sollte ich um 5 Uhr morgens aufstehen?

Als ich vor einigen Jahren mit meiner Morgenroutine begonnen habe, dachte ich immer dass es darum geht produktiver, schlauer und leistungsfähiger zu werden. Diese Sichtweise habe ich geändert, denn es geht eigentlich darum meinen Körper & Geist für den Tag vorzubereiten. Buddhistische Mönche z.B. haben einen strukturierten Tagesablauf bei dem es zu einem großen Teil darum geht Tätigkeiten bewusst und mit voller Aufmerksamkeit zu verrichten. Warum?...weil es unseren Geist trainiert im gegenwärtigen Moment zu bleiben und nicht die Gedanken schweifen zu lassen, wie stressig der gestrige Tag war oder was man abends zum Essen kocht. Je mehr wir in der Lage sind den jetzigen Moment voll und ganz zu leben und erleben, desto positiver und bewusster gestaltet man diesen Moment und lebt sein Potenzial und seine Authentizität. Wenn Geist und Körper gesund und klar sind, kommen Inspiration, Motivation & Produktivität von ganz allein. Für mich geht es also morgens darum meinen Geist und Körper zu nähren um mir somit die beste Grundlage für Glückseligkeit, Gesundheit, Produktivität & Kreativität für den restlichen Tag zu schaffen. Und dafür stehe ich gerne vor allen anderen auf und genieße Ruhe und Zeit für mich...Wellness für Körper, Geist & Seele eben.

Wie kann ich mich motivieren?

Erschaffe deine Morgenroutine nach deinen Bedürfnissen und mache was dir gut tut, dir Spaß macht und dich trotzdem an deine persönlichen Ziele bringt. Es ist wichtig, dass du den Weg zum Ziel genießt und nicht nur um des Zieles Willens morgens 5 km joggen gehst. Wenn du dich fitter fühlen möchtest, dann musst du dich bewegen aber das darfst du tanzend tun! Ob Yoga, Joggen oder HIIT ist völlig egal...solange du dafür aufstehen möchtest. Es ist deine Wellness Zeit!


Frühes Aufstehen bedeutet nicht weniger Schlaf! Du wirst morgens nur motiviert starten können, wenn dein Körper genug Zeit hatte sich zu regenerieren und das bedeutet 7 – 9 Stunden Schlaf. Mir hilft es mich an festen Zeiten zu orientieren, deshalb gehe ich jeden Abend gemeinsam mit meinem Sohn ins Bett. Wir beide freuen uns über viel Zeit zum Kuscheln und ich bekomme genug Schlaf.


Wenn dein erster Gedanke morgens positiv ist, geht alles viel leichter von der Hand. Zugegeben, es ist nicht so einfach den ersten Gedanken morgens zu fassen und zu kontrollieren aber beginne den Tag einfach mit einem Dankbarkeitsritual und denke an Dinge, die bereits in deinem Leben sind und dich erfüllen. Da mein Sohn und mein Mann neben mir im Familienbett liegen, fällt mir dieses Ritual nie schwer! ;)


Wie ich meinen Tag beginne...


Gute Gewohnheiten anderer inspirieren mich, daher findest du vielleicht auch etwas Wertvolles in meiner Routine.


1. Die rosarote Brille aufsetzen

Nachdem mein Wecker mich leise und sanft aus dem Schlaf geholt hat, nehme ich mir 10 Minuten Zeit mich zu strecken, tief durchzuatmen und, wie schon erwähnt, Gedanken der Dankbarkeit zu fassen. Das mache ich meist sitzend im Bett, so dass ich nicht wieder einschlafe. Ich nenne dieses Ritual gerne meine rosarote Brille, die ich mir morgens zuerst aufsetze.


2. Präsent sein

Nachdem ich aufgestanden bin, übe ich mich in Achtsamkeit und versuche alle Tätigkeiten mit vollem Fokus zu verrichten und meine Gedanken nicht schweifen zu lassen...Singletasking eben! So trainiere ich meinen Geist im Moment zu bleiben und präsent zu sein. Ich weiß, dass dies vielen Menschen schwer fällt...auch mir! Aber es geht nicht darum dies sofort perfekt umzusetzen, sondern sich zu trainieren die eigenen Gedanken wahrzunehmen, anzunehmen und liebevoll gehen zu lassen. Der Weg ist das Ziel, denn dir wird bewusst werden, dass deine Gedanken nicht die Essenz deines Seins sind sondern einfach kommen und gehen.


3. Mein ayurvedischer Zaubertrank

Nach dem Zähneputzen, trinke ich warmes Wasser mit Zitrone. Dieses uralte ayurvedische Hausmittel, ist das Beste was du deinem Körper nach dem aufstehen schenken kannst. Es kurbelt Verdauung und Stoffwechsel sanft an, stärkt das Immunsystem, hilft dem Körper Schadstoffe abzubauen und bedient den Flüssigkeitsbedarf. Warum sollte das Wasser warm und abgekocht sein? ... Aus ayurvedischer Sicht verleiht das Abkochen dem Wasser eine andere chemische Dichte und mehr Energie, so dass Schadstoffe und Stoffwechselrückstände aus dem Körper abtransportiert werden können. Wenn du das Wasser warm zu dir nimmst, muss der Körper keine Energie verschwenden, das Wasser auf Körpertemperatur zu bringen. Warmes Zitronenwasser oder Tee ist morgens wie eine warme und liebevolle Umarmung für deinen Körper & Seele. Versuche auch dieses Ritual bewusst wahrzunehmen ... rieche die frische Zitrone und genieße das warme Gefühl in deinem Bauch...ein beruhigender und sinnlicher Moment am Morgen...Wellness eben!


4. Stille genießen

„Jaaaa“ ich meditiere! ... Und „nein“ ich tanze nicht meinen Namen! Meditation wird in der westlichen Kultur leider immer noch unterschätzt. Obwohl viele erfolgreiche Menschen, wie Oprah Winfrey, Meditation praktizieren und Erfahrungen teilen, grenzen sich viele Menschen davon ab weil es ihnen zu esoterisch ist oder man sowieso keine Zeit dafür hat. Nun ja, wenn du Zeit hast durch Instagram zu scollen, dann hast du auch 10 Minuten Zeit zu meditieren. Mentale Gesundheit sollte pro-aktiv angegangen werden und meiner Meinung nach schon in KiTa und Grundschule unterrichtet werden, denn oft macht uns unsere eigene Unzufriedenheit, Stress und Druck psychisch und physisch krank. Meditation ist wie gesundes Essen für deine innere Welt. Deshalb mache ich es mir jeden Morgen mit Duftkerzen gemütlich und übe mich 20 Minuten in Meditation. Ich habe mit geführten Meditationen begonnen und versuche mittlerweile allein in den Flow zu kommen. Beim Meditieren geht es darum bewusst im Moment zu bleiben, sprich, Gedanken achtsam wahrzunehmen und wieder wegzuschieben um den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Dabei kann es hilfreich sein sich auf die Atmung zu konzentrieren um den Gedanken in dieser Zeit keinen Raum zu geben. Auch der Einsatz aller Sinne halten den Geist im Jetzt (Naturgeräusche, Duftkerzen etc). Für mich ist Meditation zu einer Form der Selbstfürsorge geworden ... Wellness für die Seele eben!


5. Journaling

Nach dem Meditieren sind meine Gedanken klar, also nutze ich den Moment um meine Intension für den Tag aufzuschreiben. Was ich aufschreibe, empfinde ich als kraftvoll und verbindlich. Es hilft mir mich während des Tages nicht zu verlieren und auf meine Werte und Weiterentwicklung zu besinnen.

Journaling lässt sich auf verschiedene Weisen praktizieren...hier zwei weitere Ideen:


Dankbarkeitsjournal

Dankbarkeit ist das kraftvollste Werkzeug für mehr Glückseligkeit. Was gibt es in deinem Leben für was du dankbar bist? Dieses Ritual verändert deine Perspektive und du blickst auf die Dinge mit einer positiven Einstellung. Mit der rosaroten Brille lassen sich die Wunder in deinem Leben einfacher erkennen.


Das Gute in anderen

Das Gute in anderen zu sehen, bedeutet im Umkehrschluss, dass man weniger kritisch ist und sich nicht mit den Fehlern anderer aufwertet. So hast du mehr Energie für deine eigene Weiterentwicklung und eine stabile Basis für deinen Selbstwert unabhängig von anderen. Wenn dich eine Person triggert oder du über eine Person kritisch denkst, dann nimm dir ein paar Minuten um die guten Seiten dieser Person aufzuschreiben.


6. Bewegung

Ich durfte in den letzten Jahren etwas über mich lernen: Mir fällt es nicht einfach mich zum Sport zu motivieren aber es tut mir sooooo gut. Seit einiger Zeit gehe ich morgens joggen, weil ich es liebe die Natur zu genießen und dabei einen Podcast oder Hörbuch zu hören. Ich habe das Joggen lieben gelernt aber das hat eine Weile gedauert. Gib dir etwas Zeit dich für Bewegung zu begeistern und fange langsam an. Auch ein kleiner Spaziergang oder ein paar Sonnengrüße signalisieren deinem Körper, dass du dich um ihn kümmerst. Die letzten 200 m meiner Laufstrecke gehe ich achtsam und nehme mir Zeit zu spüren wie ich mich fühle (vielleicht kennst du das Nachspüren vom Yoga). Mein Körper fühlt sich wach, warm und fit an und mein Geist ist nach dem Laufen viel klarer. Indem ich diese positiven Gefühle bewusst wahrnehme, motiviere ich mich jeden Tag aufs Neue.


7. Time to shine

Meine „Badezimmer-Zeit“ ist mir heilig also springe ich nach dem Laufen in die Dusche bevor mein Sohn aufsteht. Ich liebe es meine Skincare – Routine zu zelebrieren und trotz Home Office etwas Mascara aufzutragen und mir passende Ohrringe zum Outfit auszusuchen. Auch das ist mittlerweile zu einem Ritual der Selbstliebe geworden...Wellness für die Weiblichkeit eben.



8. Zeit für Lieblingsmenschen

Ich liebe es die Ruhe meiner Morgenroutine mit in den restlichen Tag zu nehmen und meinen Lieblingsmenschen zu schenken. Also frühstücke ich jeden Morgen mit meinem Sohn und wir starten seinen Tag mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Manchmal sagen wir Opa per Video Call Guten Morgen und meinem Mann sage ich jeden Morgen, dass ich ihn liebe. Die Beziehungen in meinem Leben sind ein wichtiger Teil meiner Glückseligkeit also schenke ich ihnen Aufmerksamkeit.


9. Affirmationen

In einem Coaching einer guten Freundin habe ich eine wunderschöne Übung gelernt. Gemeinsam sind wir durch alle Lebensbereiche gegangen und haben erarbeitet wer ich bin bzw. sein möchte und wie ich mich fühlen möchte. So ist nach und nach ein Selbstbild entstanden, welches ich als Audio auf mein Handy gesprochen habe und mir jeden Morgen anhöre. In unserer schnelllebigen Zeit verwechseln wir schnell gesellschaftliche Werte oder die Werte anderer mit unserer eigenen und tendieren uns zu verlieren. Mit diesem Ritual erinnere ich mich jeden Tag wer ich bin und wer ich sein möchte. Mit meinem kleinen Sohn spreche ich Affirmation bevor er in die Kita geht. ... I am strong. I am smart. I am blessed. I can do anything. Ich bin jedem Morgen überwältigt wie er dieses Ritual genießt und lächelt.





Die ersten Stunden deines Tages stellen die Weichen für dein Wohlbefinden, Produktivität und das Erreichen deiner Ziele. Ein frühes Aufstehen lohnt sich, denn deine perfekte Morgenroutine schenkt dir positive Energie und eine rosarote Brille für den ganzen Tag.


Namasté.

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